Hinweis möglicher Änderungen der AGB und Nutzungsbedingungen zum 29.03.2019

Hiermit informieren wir Sie fristgerecht über mögliche Änderungen unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") und Nutzungsbedingungen, welche in Kraft treten, sollte Großbritannien am 29.03.2019 ohne Abkommen die EU verlassen. 

 

Auswirkungen eines harten Brexit auf die givve Mastercard

Obwohl Zeitpunkt, als auch Art des Austritts zum Zeitpunkt dieser Texterstellung nicht final geklärt ist, werden momentan die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um im Falle eines „harten Brexit“ (Austritt ohne Abkommen), die givve® Mastercard weiterhin wie gewohnt anbieten zu können.

Die givve Mastercard wird von Wirecard Card Solutions Limited („WDCS“), ein in Großbritannien (“UK”) ansässiges und zugelassenes E -Geld Institut ausgegeben. WDCS ist durch die Finanzdienstleistungsaufsicht in UK (Financial Conduct Authority (Registration no. 900051)) autorisiert, E-Geld Dienstleistungen im Rahmen der E-Geld-Richtlinien 2011 (Ref: 900051) durchzuführen und Zahlungsdienste in EU Ländern („EU27“) anzubieten.

WDCS geht davon aus, dass es ihr im Falle eines harten Brexit nicht länger erlaubt sein wird mit der eigenen e-Geld Lizenz Zahlungsdienste in EU Ländern (“EU27”) anzubieten.

 

Vertragsänderung im Falle eines harten Brexit

Da Sie in einem EU27 Land ansässig sind, ist es notwendig einige Änderungen vorzunehmen im Hinblick darauf, wie wir Ihnen die givve Mastercard nach dem Brexit zur Verfügung stellen.

Die AGB und Nutzungsbedingungen werden durch den auf dieser Seite unten vermerkten Auszug geändert. Die größte Veränderung besteht darin, dass die givve Mastercard künftig statt von der WDCS, von der Wirecard Bank AG, einer Schwestergesellschaft von WDCS ausgegeben wird. Die Wirecard Bank AG ist ein in Deutschland zugelassenes Kreditinstitut und steht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( "BaFin").

 

Im Falle eines harten Brexit treten die Vertragsänderungen am 29. März 2019 in Kraft und werden somit automatisch wirksam. Außer den unten aufgelisteten Änderungen bleiben die AGB und Nutzungsbedingungen weiterhin in Ihrer bisherigen Form unverändert wirksam. 

 

Was passiert, wenn kein harter Brexit stattfindet?

Sollte es keinen harten Brexit geben und die WDCS weiterhin die Möglichkeit haben unter Ihrer e-Geld Lizenz die relevanten Leistungen zu erbringen, wird die WDCS unter Berücksichtigung der aktuellen AGB und Nutzungsbedingungen der E-Geld Herausgeber und Anbieter der Finanzdienstleistungen bleiben. Ein Transfer zur Wirecard Bank AG wird nicht stattfinden. Sollte dieser Fall eintreten, bleiben die AGB und Nutzungsbedingungen wie bisher bestehen und die aufgeführten Änderungen werden nicht in Kraft treten.

 

Von der Änderung betroffene Abschnitte unserer AGB und Nutzungsbedingungen zum 29.03.2019

 

Abschnitt: Details zum Zahlungsdienstleister

 

Die E-Geld und Kartenausgabe wird durch die Wirecard Bank AG erfolgen, ein Kreditinstitut autorisiert und reguliert durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Deutschland, ID Nummer 117969, eingetragener Firmensitz Einsteinstraße 35, 85609 Aschheim, Deutschland.

Wir behalten uns vor Änderungen bzgl. der Ausgabehöhe vorzunehmen, wenn dies die Gesetzgebung erfordert.

 

Abschnitt: Beschwerde und Rechtshilfe

 

Sollten wir nicht in der Lage sein Ihre Beschwerde zu lösen, können Sie sich an die Verbraucherschlichtungsstelle „Ombudsmann der privaten Banken“ wenden, welche unter Berücksichtigung der nachfolgenden Details kontaktiert werden kann:

 

1. Die Bank nimmt am Streitbeilegungsverfahren der Verbraucherschlichtungsstelle „Ombudsmann der privaten Banken“ (www.bankenombudsmann.de) teil. Dort haben Sie die Möglichkeit, zur Beilegung einer Streitigkeit mit der Bank den Ombudsmann der privaten Banken anzurufen. Weitere Informationen sind unter www.bankenverband.deverfügbar.

Die Beschwerde ist in Textform (z.B. mittels Brief, Telefax oder E-Mail) an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken e. V., Postfach 04 03 07, 10062 Berlin, Fax: (030) 1663-3169, E-Mail: ombudsmann@bdb.de, zu richten.

 

2. Des Weiteren haben Sie jederzeit die Möglichkeit Ihre Beschwerde in schriftlicher Form oder als Aufnahme an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu richten, ansässig in Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt am Main, sollte die Wirecard Bank AG gegen anwendbare deutsche Rechtsvorschriften  verstoßen. [1]

 

3. Die Europäische Kommission hat eine Europäische Online-Streitbeilegungsplattform (OS-Plattform) errichtet. Die OS-Plattform kann ein Verbraucher für die außergerichtliche Beilegung einer Streitigkeit aus Online-Verträgen mit einem in der EU niedergelassenen Unternehmen nutzen.

 

[1] The Client may file these claims in case of breach by the Bank of the Payment Services Supervision Act (Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), Sections 675c – 676c of the German Civil Code (Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)) or Article 248 of the Law of Introduction to the German Civil Code (Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB)).

Veröffentlichung 28.01.2019